Angebote für Kinder und Jugendliche dringend benötigt!

Die Ankündigung der Verwaltung, die seit Jahrzehnten bestehende Mountainbike-Piste im Rumbachtal zu sperren, ist aus juristischer Sicht nachvollziehbar, verlangt aber nach Ersatzangeboten für Kinder und Jugendliche.

Nachdem die Verwaltung auf die Existenz der seit mehr als vier Jahrzehnten bestehenden Mountainbike-Strecke im Rumbachtal aufmerksam geworden ist – die Lokalpresse berichtete darüber -, droht diesem von Kindern und Jugendlichen aus Heißen und der Heimaterde sowie angrenzenden Essener Stadtteilen gerne genutzten nicht-offiziellen Freizeitangebot das Aus.

Die Strecke ist für viele Menschen im Stadtteil mit persönlichen Erinnerungen verbunden: Generationen von Kindern sind dort mit ihren Rädern unterwegs gewesen, haben Unterstände gebaut und dort ihre Freizeit verbracht“, sagt Daniel Mühlenfeld, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Heißen-Heimaterde und zugleich umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt.

Aufgrund dessen sei die Enttäuschung der Jugendlichen zu verstehen, die in dem Bericht der Lokalpresse über den drohenden Verlust ihrer Spiel- und Freizeitstätte geklagt hatten. „Wenn es diesen Ort in seiner heutigen Form nicht mehr gibt, ist das ohne Frage ein Verlust für den Stadtteil“, so Daniel Mühlenfeld.

Zugleich sei die Haltung der Verwaltung, die vor allem Fragen der Verkehrssicherheit für ihr angekündigtes Eingreifen geltend macht, zu verstehen: „Sollte auf der Anlage zu einem Unfall kommen, wäre die Verwaltung in der Haftung, weil sie von der Strecke Kenntnis hatte, aber nicht eingegriffen hat“, so Daniel Mühlenfeld.

Denn neben der Lage in einem Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiet entspreche die Anlage natürlich auch nicht den gesetzlichen Vorgaben, was die Streckensicherheit betrifft. Zudem sei nach Auskunft der Verwaltung die Standsicherheit mehrerer Bäume nicht mehr gewährleistet, weil deren Wurzeln beim Bau von Höhlen und Unterständen zum Teil freigelegt worden seien.

Weil aus diesen Gründen eine Weiternutzung der nicht-offiziellen Anlage vermutlich nicht zu realisieren ist, fordert die SPD in Heißen und auf der Heimaterde Ersatzangebote: „Die mehr als vier Jahrzehnte bestehende Anlage zeigt, dass es einen entsprechenden Bedarf bei den Kindern und Jugendlichen gibt“, sagt Carina Feske, stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende. Die aus Rechts- und Sicherheitsgründen wohl unvermeidbare Stilllegung der Strecke könne nur der erste Schritt sein: „Wir erwarten, dass die Verwaltung zum Ausgleich im Bereich der Heimaterde einen alternativen Standort identifiziert und dort im Dialog mit den Jugendlichen ein Gestaltungs- und Nutzungskonzept für eine dann offizielle Mountainbike-Anlage entwickelt“, so Carina Feske.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt wird einen entsprechenden Antrag stellen, kündigte Daniel Mühlenfeld an.